Schauplatz Dorian Beck
Schauplatz Dorian Beck
Über einen Zeitraum von vier Jahren habe ich die Georg-Schumann-Schule in Leipzig nicht bloß als Ort der Veränderung beobachtet, sondern als einen dynamischen Prozess des Übergangs. Eine Baustelle ist kein Zustand des Mangels – sie ist ein oszillierender Raum zwischen Demontage und Rekonstruktion.
Meine fotografische Begleitung versteht sich als performative Praxis. Es ging mir nicht um die bloße Abbildung von Architektur oder Arbeitsabfolgen, sondern um das Freilegen von Zeit- und Materialschichten, in denen unbewusste Ästhetiken entstehen. Durch das Zusammenspiel von Licht, Staub, rohem Beton und verbleibenden historischen Fragmenten entsteht ein sichtbarer Palimpsest: Das Alte schimmert durch das Neue, während sich die zukünftige Form erst langsam im Raum manifestiert.
In dieser visuellen Beobachtung suchte ich nach den Momenten des Innehaltens im hektischen Baustellenbetrieb. Das Objektiv wird hierbei zum Instrument einer visuellen Anthropologie, die den raumzeitlichen Wandel festhält. Auch die Arbeit mit einer analogen Mittelformatkamera war ein essenzieller Bestandteil dieses Prozesses.
Die finale Präsentation umfasst ca. 50 Fotografien in einer Ausstellung sowie eine begleitende Publikation, die diesen vierjährigen Prozess als gestaltetes Buch abschließt.
Eröffnung:
(Do) 28.01.2027, 19:00
Atelier & Galerie 52
Ausstellung:
29.01.2027 – 27.02.2027
Öffnungszeiten:
montags bis freitags 12 - 18 Uhr und samstags 10 - 15 Uhr